Arten des Hydrocephalus

Obstruktiver oder nichtkommunizierender Hydrocephalus tritt auf, wenn der CSF-Fluss innerhalb des Ventrikelsystems blockiert ist.

Nicht-obstruktiver oder kommunizierender Hydrocephalus (Hydrocephalus communicans) tritt auf, wenn die den vierten Ventrikel verlassende CSF in ihrem Fluss über die Gehirnoberfläche eingeengt ist oder wenn die Resorptionsstellen nicht angemessen funktionieren.
Hydrocephalus kann auch auf eine CSF-Überproduktion durch einen seltenen Tumor, das sogenannte Plexuspapillom, zurückzuführen sein.

Sowohl der obstruktive als auch der nicht-obstruktive Hydrocephalus kann ein kongenitaler oder ein erworbener Zustand sein.
Kongenitaler Hydrocephalus heißt einfach nur, dass der Zustand schon vor der Geburt bestand, so wie Aquäduktstenose oder Spina bifi da. Erworbener Hydrocephalus entwickelt sich nach der Geburt aus vielen verschiedenen Gründen wie beispielsweise Trauma, Gehirntumor, Narbenbildung oder Meningitis.

Normaldruckhydrocephalus (Normal Pressure Hydrocephalus – NPH) ist eine Erhöhung der CSF-Menge in den Ventrikeln mit geringer oder keiner Druckerhöhung im Kopf. Er tritt am häufigsten bei Erwachsenen im Alter von über 60 Jahren auf. Es gehen drei klassische Symptome mit NPH einher: Schwierigkeiten beim Gehen, leichte Dementia und Beeinträchtigung der Blasenkontrolle.